Das Wartezimmer meiner Frauenärztin ist freundlich eingerichtet und die Zeit, bis ich an der Reihe bin, vergeht schnell. Die meisten Frauen, die dort ebenfalls warten, wirken entspannt, streicheln ihren Babybauch, blättern in Zeitschriften oder schauen aus dem Fenster. Ich bin heute zur jährlichen Routineuntersuchung da. Sie umfasst unter anderem die Krebsvorsorge. Meine Ärztin wird mich in ihrer gewohnt emphatischen Art fragen, wie es mir ganz allgemein geht, ob ich Beschwerden habe. Dann wird sie eine körperliche Untersuchung vornehmen. Bei Frauen über 30 Jahren tastet sie zuerst Brust und Achselhöhle auf Anzeichen von Brustkrebs ab. Dann begutachtet sie die äußeren Genitalien und tastet durch die Scheide hindurch die inneren Genitalien auf Veränderungen ab. Anschließend macht sie im Rahmen der Früherkennung von Gebärmutterhalskrebs einen Abstrich vom Gebärmutterhals (Zervix), den sogenannten Pap-Test.

Pap-Test zur Früherkennung von Gebärmutterhalskrebs

Der Test ist nach seinem Erfinder benannt, dem griechischen Arzt George Papanicolaou. Mit ihm lassen sich Veränderungen der Zellen am Gebärmutterhals feststellen. Das zeigt Wirkung: Seit der Einführung des Pap-Tests 1971 ist die Zahl der Neuerkrankungen um 70 Prozent gesunken.[1] Der Pap-Test ist schnell, einfach und üblicherweise schmerzlos. Meine Frauenärztin benutzt ein kleines Bürstchen, um vorsichtig Zellen vom Gebärmutterhals aufzunehmen. Sie hat mir das Instrument gezeigt, es sieht etwa so aus wie das Bürstchen in meiner Wimperntusche, nur in Weiß. Die so entnommenen Zellen streicht sie auf einen Objektträger, den sie zur Untersuchung in ein Labor schickt. Das Testergebnis erhält die Frauenarztpraxis meist innerhalb weniger Tage.

Wie oft wird der Pap-Test vorgenommen?

Der Pap-Test gehört im Rahmen des Gebärmutterhalskrebsscreening zu den Kassenleistungen der gesetzlichen Krankenkassen. Frauen zwischen 20 und 34 Jahren können den Pap-Test 1x jährlich in Anspruch nehmen. Gesetzlich krankenversicherten Frauen ab 35 Jahren wird im Rahmen der Früherkennung alle 3 Jahre zusätzlich zum Test auf Zellveränderungen ein Test auf Hochrisiko-Typen des humanen Papillomvirus (hr-HPV) angeboten. Befallen diese Viren längere Zeit die Schleimhaut des Gebärmutterhalses, können sie dort zu Zellveränderungen und in der Folge zu Gebärmutterhalskrebs führen. Der HPV-Test wird mit einem Teil des normalen Zellabstrichs durchgeführt. Daher ist für die Kombinationsuntersuchung (Ko-Test) auf Zellveränderungen und auf hr-HPV nur ein einziger Abstrich notwendig.

 

Welche Ergebnisse liefert der Pap-Test?

Der eingesandte Abstrich wird im Labor von einer spezialisierten Ärztin oder einem Arzt untersucht. Sie oder er begutachtet das Erscheinungsbild der Zellen und teilt sie in festgelegte Befundgruppen ein. Die Einteilung reicht von unauffällig über unterschiedliche Stufen von Zellveränderung bis hin zu Krebsvorstufe und Krebs. Die Diagnose Pap II-p erhalten jährlich über 170.000 Frauen in Deutschland. Bei Pap II-p handelt es sich um leichte Zellveränderungen, bei denen jedoch kein Verdacht auf Krebsvorstufen oder Krebs besteht. Etwa 200.000 Frauen erhalten den Befund Pap III oder Pap IIID. In diesen Fällen liegen deutliche Zellveränderungen vor. Pap III bedeutet, dass es sich um einen unklaren Befund handelt. Die beobachteten Veränderungen können verschiedene Ursachen haben. Weitere Untersuchungen sind zur Abklärung erforderlich. Bei dem Befund Pap IIID sind die Zellen eindeutig verändert. Das „D“ steht für „Dysplasie“ – eine oberflächliche Zellveränderung am Gebärmutterhals, die sich zu einer Krebsvorstufe und über Jahre zu Krebs entwickeln kann. Als wichtigste Ursache für die Entstehung von Gebärmutterhalskrebs gilt eine Infektion mit hr-HPV. Bei den Befunden Pap III oder Pap IIID finden in der Regel innerhalb von 3 bis 12 Monaten weitere ärztliche Kontrollen statt. Art und Umfang der abklärenden Untersuchungen hängen unter anderem vom Alter der betroffenen Frau ab.

Weshalb wird nach einem auffälligem Pap-Test oft einfach "nur" abgewartet?

Das Warten hat gute Gründe. Erstens entwickelt sich Gebärmutterhalskrebs langsam. Und zweitens bilden sich gerade leichte bis mittelgradige Zellveränderungen von Fall zu Fall von allein wieder zurück. Indem man dem Körper etwas Zeit gibt, sich selbst zu helfen, werden unnötige Eingriffe vermieden. Geschieht dies nicht, wird der Arzt oder die Ärztin darüber entscheiden, ob weitere Maßnahmen in Betracht gezogen werden müssen, wie zum Beispiel das betroffene Gewebe zu entfernen (Konisation). Die Wartezeit bis zur abklärenden Untersuchung entfällt nur dann, wenn der Pap-Test eine unmittelbare Krebsvorstufe oder Krebs ergeben hat. Trotz dieser Fakten kann die Wartezeit zwischen auffälligem Befund und Folgeuntersuchung belastend sein. Der Wunsch, möglichst gleich etwas zu unternehmen, ist veständlich. Eine Freundin sagte mir mal, dass wenn auch nur die Möglichkeit einer Krebserkrankung bestünde – auch wenn sie in noch so weiter Ferne liegt – möchte sie alles andere als Abwarten. Das ist für mich nachvollziehbar.

 

DeflaGyn unterstützt deinen Körper in der Wartezeit

Ich kenne das Wartedilemma aus eigener Erfahrung. Als mich meine Ärztin vor einiger Zeit wegen eines auffälligen Pap-Tests anrief, war eine meiner ersten Fragen, was ich außer Warten jetzt tun könne. Sie erzählte mir von DeflaGyn®, einem Vaginalgel, das bei unklaren Zervixabstrichen zugelassen ist. Es wird auch angewendet bei Läsionen des Gebärmutterhalses, die von hr-HPV verursacht wurden. DeflaGyn® beeinflusst die beim Pap-Test festgestellten auffälligen Veränderungen am Gebärmutterhals positiv und führt zu einer Verbesserung der hr-HPV-Testergebnisse. So wurde gezeigt, dass mit der Anwendung von DeflaGyn® sich bestehende Zellveränderungen bei 81 Prozent der Anwenderinnen verbessert haben und die Anzahl positiver hr-HPV-Ergebnisse um 46 Prozent abgenommen hat.1 Das Vaginalgel wirkt direkt am Gebärmutterhals: Mikronisiertes Siliziumdioxid bindet Krankheitserreger, dadurch hemmt es zusätzlich deren Ausbreitung. Die patentierte Kombination aus Natriumselenit und Zitronensäure (Deflamin) fördert den antioxidativen Schutz. Weil es sich bei DeflaGyn® um ein verschreibungspflichtiges Medizinprodukt handelt, benötigt man dafür ein Privatrezept von der Ärztin oder dem Arzt.

Einfache Anwendung vor dem Schlafengehen

DeflaGyn® wird am besten vor dem Schlafengehen über einen der mitgelieferten Mehrweg-Applikatoren in die Scheide eingeführt. Dort wirkt DeflagGyn® über Nacht. Die Anwendung erfolgt über einen Zeitraum von 3x28 Tagen, wobei Frauen ohne Menstruation nach jedem 28-Tage-Intervall eine 3-tägige Anwendungspause einlegen. Während der Periode wird das Vaginalgel nicht appliziert. Frauen, die ihre Menstruation haben, legen deshalb die Pause während ihrer Periode für circa 3 bis 5 Tage ein. Mit der Anwendung von DeflaGyn® kann an jedem beliebigen Tag des Zyklus begonnen werden. Die beiden im Set enthaltenen Mehrweg-Applikatoren können bis zu 28x wiederverwendet werden.

Bleibt gelassen - und gesund!

Bei einem auffälligen Befund ruft euch eure Frauenärztin oder euer Frauenarzt an. Aber nicht gleich erschrecken, bleibt gelassen, denn dafür sind Vorsorgeuntersuchungen ja da: um uns ganz früh zu informieren, damit wir genug Zeit haben, um zu reagieren. Also, passt auf euch auf und bleibt gesund!

Eure Daria

Quellen:

1 Mueller A., Sailer M., Regidor P. A. Treatment with an intravaginal gel containing siliceous dioxide, selenite, and citric acid to promote regression of ASC-US-, LSIL, ASC-H, HSIL, p16/Ki61 status, and improve clearance of hr-HPV in cervical specimens. IJMDAT 2020; 3: e270, DOI: 10.32113/ijmdat_202010_270