Was kann ich tun?
Wartezeit bis zum nächsten Abstrich nutzen

Bei den Untersuchungsbefunden Pap III oder Pap IIID finden in der Regel innerhalb von 3 bis 12 Monaten weitere ärztliche Untersuchungen durch die Gynäkologin bzw. den Gynäkologen statt. Oftmals bilden sich die Zellveränderungen am Gebärmutterhals von selbst wieder zurück. Aus diesem Grund ist eine Wartezeit bis zur nächsten Untersuchung sinnvoll, kann aber für die betroffene Frau sehr belastend sein.

Vielen Frauen kann es helfen, in der Wartezeit selbst aktiv zu werden und die Rückbildung der Veränderungen mit der Anwendung von DeflaGyn zu unterstützen.

Den Körper aktiv unterstützen

Die Anwendung von DeflaGyn kann Ihnen die Wartezeit erleichtern, da Sie aktiv etwas dafür tun, Ihre Situation zu verbessern. Mit der Behandlung kann der Befund der anstehenden Abklärungsdiagnostik am Gebärmutterhals positiv beeinflusst werden.

DeflaGyn ist einfach anzuwenden und gut verträglich. Zu kaufen gibt es DeflaGyn in der Apotheke. Dafür benötigen Sie ein blaues Rezept Ihrer Frauenarztpraxis. In einer Packung DeflaGyn ist eine Flasche Vaginalgel für 28 Tage sowie Einmalapplikatoren (zum einfachen Einführen des Vaginalgels).

Eine Untersuchung hat gezeigt:

 

  • 3 Monate nach Beendigung der DeflaGyn-Anwendung zeigten 81 % der Frauen eine Verbesserung im Abstrich-Befund, d.h. entweder eine komplette Ausheilung (Remission) oder eine deutliche Verbesserung des Gewebes (Regression).
  • Vor der DeflaGyn-Anwendung wurden 87 % der Patientinnen positiv auf HPV getestet. Nach 3-monatiger Anwendung von DeflaGyn fiel der Test nur noch bei 41 % der Probandinnen positiv aus.

Quelle: Der Privatarzt Medizin & Management Gynäkologie, 11. Jahrgang, Ausgabe 3, Juni 2020, Seite 25

DeflaGyn® anwenden

Für eine wirksame Behandlung mit DeflaGyn ist eine 3er-Serie mit je 28 Anwendungen zu empfehlen.  Nach jeweils 28 Anwendungstagen sollten Sie 3 Tage pausieren oder dann pausieren, wenn Sie Ihre Monatsblutung haben. Das Video unten stellt Wirkweise und Anwendung von DeflaGyn dar.

Um das Video ansehen zu können, müssen Sie alle Cookies zulassen.
Jetzt alle Cookies zulassen
Anwendungsschemea DeflaGyn

Nicht-Menstruierende Patientinnen (Patientinnen, die keine Monatsblutungen haben)

DeflaGyn sollte für die Dauer von 3 x 28 Tagen angewendet werden. Nach 28 Tagen wird eine Therapiepause von 3 Tagen eingelegt. Danach wird die Therapie für weitere 28 Tage fortgesetzt.

Menstruierende Patientinnen (Patientinnen, die Monatsblutungen haben)

Während der Menstruationsblutung wird das DeflaGyn Vaginalgel nicht angewendet (etwa 3 bis 5 Tage/Zyklus). Eine zusätzliche Pause von 3 Tagen ist nicht erforderlich, da die Therapiepause bereits durch die Menstruationsblutung stattgefunden hat.

Die folgenden Schritte zeigen die einfache Anwendung. Der beste Zeitpunkt zur Applikation des Vaginalgels ist vor dem Schlafen, da sich das Gel dann optimal verteilt. DeflaGyn soll bei Raumtemperatur (max. 25°C), zum Beispiel im Nachttisch, aufbewahrt werden.

Bitte lesen Sie vor Anwendung von DeflaGyn sorgfältig die Gebrauchsinformation. Bei Fragen zur Anwendung wenden Sie sich bitte an Ihre Frauenärztin oder Ihren Frauenarzt.

1. Schütteln Sie die Flasche mit dem Vaginalgel vor dem Gebrauch.
2. Setzen Sie einen Einmalapplikator mit kräftigem Druck am Flaschenhals an und drehen die Flasche mit Applikator, sodass der Flaschenboden nach oben zeigt. Entnehmen Sie nun mit dem Applikator 5 ml Gel aus der Flasche.
3. Legen Sie sich bequem auf den Rücken, winkeln Sie Ihre Beine an und bringen Sie Ihr Becken mithilfe eines Kissens in eine leicht erhöhte Position.
4. Führen Sie den Applikator tief in die Scheide bis zum Muttermund ein. Entleeren Sie den Applikator durch Druck auf den Kolben und ziehen Sie ihn anschließend aus der Scheide heraus. Bleiben Sie etwa eine Minute in dieser Stellung liegen. Entsorgen Sie anschließend den gebrauchten Applikator.
Warten auf den nächsten Abstrich – drei Erfahrungsberichte

Ina, 34 Jahre: „Ich hätte mir ein Mittel gewünscht, das auch gegen HPV wirkt.“
Ein auffälliger Befund des Pap-Tests ist keine Krebsdiagnose.

„Als vor einem Jahr das Telefon klingelte und mich meine gynäkologische Praxis anrief, bin ich richtig erschrocken. Das kam in den letzten 10 Jahren noch nie vor. Ich sollte in den nächsten Tagen nochmals vorbeikommen, weil mein Abstrich nicht in Ordnung und mein HPV-Test positiv war. Sonst warte ich vier Wochen auf einen Termin. Nun klang es dringend.

Mit Herzklopfen war ich zwei Tage später mit meiner Gynäkologin im Gespräch. Sie beruhigte mich und meinte, ich müsse mir beim Ergebnis „Pap IIID“ keine Sorgen machen. Man könne bei diesem Stadium der Zellveränderungen auf keinen Fall schon von Krebs sprechen. Sie wollte mich drei Monate später für eine Kontrolle wiedersehen.

Beim Verlassen der Praxis rauchte mir der Kopf. Pap IIID1? Hatte ich noch nie gehört. Trotz aller beruhigenden Worte blieb ein mulmiges Gefühl – wusste ich doch, dass das humane Papilloma-Viren Auslöser für Gebärmutterhalskrebs sein können.

Erleichtert war ich, als mein Abstrich trotzdem nach sechs Monaten wieder in Ordnung war und der HPV-Test negativ. Dennoch habe ich gemerkt, wie wichtig es ist, Vorsorgeuntersuchungen wahrzunehmen und auf Krebsfrüherkennung zu setzen.“

Chris, 28 Jahre: „Es hat gutgetan, aktiv etwas tun zu können.“

„Ein auffälliger Befund bei meinem Pap-Abstrich – damit hatte ich beim besten Willen nicht gerechnet. Ich dachte, Gebärmutterhalskrebs sei etwas, das ältere Frauen betrifft. Ich fühle mich definitiv zu jung dazu. Mir war aber bis jetzt nicht klar, dass sich diese Krebsart sehr langsam entwickelt. Deshalb können sich erste Vorstufen schon bei Frauen ab 20 Jahren zeigen.

Mein Gynäkologe hat mir die Anwendung von DeflaGyn empfohlen. Ich bin bei der Einnahme von Medikamenten eigentlich etwas nachlässig. Aber beim Thema Krebs – und sei es nur eine auffällige Zellveränderung – hatte ich so viel Respekt... ich habe die Anwendung kein einziges Mal vergessen. Geht auch ganz leicht und gibt einem in der Zeit bis zum nächsten Kontrolltermin das Gefühl, aktiv etwas für seine Gesundheit zu tun. Das hat so gutgetan.

Als der nächste Abstrich wieder in Ordnung war, war ich super froh. Krebs ist ein Thema, das sonst immer so weit weg ist. Mit diesen Abstrichen merkt man, dass man auch selbst betroffen sein könnte.“

Damit ich die Anwendung von DeflaGyn nicht vergesse, habe ich es mir als Serie gleich in mein Handy eingetragen.
Carmen, 56 Jahre: „Ich fühle mich schlecht, weil ich nicht weiß, was los ist.“

„Seit sechs Wochen warte ich auf einen Termin zur Kolposkopie. Diese Spezialuntersuchung für den Gebärmutterhals ist nötig, weil der zweite Pap-Abstrich bei mir immer noch Veränderungen gezeigt hat.  

Als mein Frauenarzt meinte, das Labor hätte bei meinem ersten Abstrich einige Zellen gefunden, die nicht so sind, wie sie sein sollten, habe ich mir noch keine Gedanken gemacht. Mein Arzt meinte auch, dass wir das jetzt erstmal beobachten. Es kann gut sein, dass sich die Zellveränderungen von alleine zurückbilden. Nach 12 Monaten hat mein Arzt wieder einen Abstrich gemacht. Offensichtlich hatte es mein Körper nicht geschafft, die Veränderungen zu beseitigen. Sie waren immer noch da. Nun ist der nächste Diagnose-Schritt notwendig. In meiner Frauenarztpraxis kann diese Spezialuntersuchung nicht durchgeführt werden und die Praxis in meiner Nähe, die das kann, ist momentan überlastet. Ich fühle mich jetzt schlecht, weil ich einfach nicht weiß, was los ist. Ich wäre froh, wenn ich aktiv etwas Gutes für mich tun könnte.“

Wenn Zellveränderungen länger bestehen bleiben, sich der Befund verschlechtert oder wenn sich Vorstufen nicht zurückbilden:

Scheidenspiegelung und Biopsie für mehr Klarheit
Bei der Scheidenspiegelung (Kolposkopie) betrachtet die Ärztin/der Arzt den Gebärmutterhals mit einer Art Mikroskop. Um Veränderungen besser sichtbar zu machen, kann das Gewebe zusätzlich mit verschiedenen Flüssigkeiten betupft werden. Dafür wird z. B. verdünnte Essigsäure oder eine Iodlösung verwendet: Veränderte Zellen erscheinen dann anders als gesunde. Die Untersuchung ist in der Regel schmerzlos.

 

Vergrößerte Darstellung der Portio mit einem Kolposkop

Zum anderen kann während der Kolposkopie eine Gewebeprobe des auffälligen Bereiches mit einer kleinen Zange entnommen werden (Biopsie).

Biopsie

Das entnommene Gewebe wird in einem speziellen Labor untersucht. Die Befunde der Biopsie werden ebenfalls in bestimmte Kategorien eingeteilt, die nicht mit denen des Pap-Test verwechselt werden dürfen. Fachleute teilen die Ergebnisse der Biopsie in CIN 1, CIN 2 und CIN 3 ein.

CIN ist die englische Abkürzung von "cervical intraepithelial neoplasia", zu Deutsch "zervikale intraepitheliale Neoplasie". Es handelt sich um leichte bis mittelschwere Veränderungen des

Gewebes. Sie gelten als Krebsvorstufe oder oberflächliche Tumore, die noch nicht über die Schleimhaut hinaus in tiefere Gewebeschichten vorgedrungen sind.

Ein CIN-Befund ist nicht gleich eine Krebsdiagnose1

» CIN 1: leichte Form der Zellveränderung, die sich bei etwa der Hälfte der Frauen von allein zurückbildet

» CIN 2: mittelschwere Form der Zellveränderung, die sich bei ca. einem Drittel der Frauen noch von allein zurückbildet

» CIN 3: fortgeschrittene Form der Zellveränderung: behandlungsbedürftige Krebsvorstufe im Übergang zum Karzinom

 

Quelle 1: https://www.krebsinformationsdienst.de/tumorarten/gebaermutterhalskrebs/vorstufen.php 

Wer Kolposkopie und Biopsie durchführt

Einfache Kolposkopien können viele Frauenärzte/-ärztinnen in der Praxis durchführen. Je nach Situation überweisen Frauenärzte Ihre Patientinnen für Kolposkopien und Biopsien aber auch in spezielle Einrichtungen, die sog. Dysplasiezentren. Diese haben sich auf die Untersuchung und Behandlung von Krebsvorstufen am Gebärmutterhals spezialisiert.

Mehr zu Dysplasiezentren finden Sie hier.

 

 

Die Konisation: Betroffenes Gewebe wird entfernt
Bei den Befunden CIN 1 und CIN 2 empfehlen Frauenärzte eine regelmäßige Kontrolle etwa alle sechs Monate.

Bei dem Befund CIN 3 kann es notwendig sein, die betroffenen Bereiche chirurgisch zu entfernen. Diese Behandlung wird als Konisation bezeichnet und meist in Dysplasiezentren durchgeführt. Der Eingriff dauert normalerweise nicht länger als 30 Minuten und wird während einer Kurznarkose durchgeführt. Zur genauen Untersuchung wird das entfernte Gewebe in ein Labor geschickt. Je nach Befundergebnis erfolgen dann individuelle Therapien.

Betroffenes Gewebe wird in Form eines Kegels (Konus) entfernt.

Im Normalfall können Frauen auch nach einer Konisation weiterhin schwanger werden und Kinder bekommen, da der restliche Teil der Gebärmutter unberührt bleibt.

Weitere Informationen rund um spezielle Dysplasiesprechstunden: www.dysplasieportal.de

Quelle: DKFZ, Gebärmutterhalskrebs: Behandlungsmöglichkeiten. Stand: 23.11.2016.

Gebärmutterhalskrebs: Risikofaktoren im Blick behalten

Da eine Infektion mit humanen Papillomaviren (HPV) langfristig zu Gebärmutterhalskrebs führen kann, wird bei Frauen ab 35 Jahren alle drei Jahre zusätzlich zum Pap-Test ein HPV-Test durchgeführt. Der HPV-Test wird mit dem Abstrichmaterial gemacht, welches auch für den Pap-Test verwendet wird. Daher findet in der Regel nur ein Abstrich statt.

Mit einer Krebserkrankung werden die als Hochrisiko-Typen bezeichneten Virusstämme in Verbindung gebracht. Hier sind vor allem HPV 16 und HPV 18 wichtig. Deshalb kann durch einen HPV-Test festgestellt werden, ob ein erhöhtes Risiko für die Entstehung von Gebärmutterhalskrebs vorliegt.

Humane Papillomaviren werden über direkten Kontakt von Mensch zu Mensch – am häufigsten durch Geschlechtsverkehr – übertragen. Die Viren dringen über Mikroverletzungen der Haut beziehungsweise Schleimhaut in den Körper ein.2

Humane Papillomaviren (HPV). Ca. 1 Mio-fach vergrößert.

Infektionen mit HPV kommen sehr häufig vor, doch nur sehr wenige Frauen erkranken an Gebärmutterhalskrebs. Meistens bekämpft das Immunsystem die Viren erfolgreich und nur wenn eine Infektion langfristig besteht, kann es zu Zellveränderungen kommen. Weitere Risikofaktoren spielen dabei eine wichtige Rolle, wie z. B.

  • Rauchen
  • Infektionen im Genitalbereich mit anderen sexuell übertragbaren Erkrankungen (z. B. Herpes simplex, Chlamydien)
  • Viele Schwangerschaften und Geburten
  • Frühe sexuelle Aktivität
  • Hohe Anzahl an Sexualpartnern
  •  Immunschwäche


Der aktuelle Stand der Forschung zeigt, dass die Genetik, also die Vererbung eines Risikos für Gebärmutterhalskrebs innerhalb der Familie, eine sehr untergeordnete Rolle spielt.3

Quelle 2: RKI Ratgeber Humane Papillomviren. Stand: 28.06.2018.
Quelle 3: DKFZ, Gebärmutterhalskrebs: Ursachen und Risikofaktoren. Stand: 18.04.2018.

Die meisten Menschen infizieren sich im Laufe ihres Lebens mit humanen Papillomaviren. Trotzdem wirkt sich die Infektion nur bei einem geringen Teil der Betroffenen ernsthaft auf die Gesundheit aus.

Mädchen durch HPV-Impfung rechtzeitig schützen

In Deutschland erkranken laut Robert Koch-Institut jedes Jahr etwa 4.600 Frauen an Gebärmutterhalskrebs. Bei fast 100 Prozent dieser Tumore sind HPV-Infektionen ursächlich verantwortlich.4

Deshalb empfiehlt die Ständige Impfkommission am Robert Koch-Institut (STIKO), Mädchen gegen HPV zu impfen, vorrangig im Alter von 9 bis 14 Jahren.5 Bis zum Alter von 17 Jahren werden die Kosten für die Impfung von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen. Die Impfung ersetzt jedoch nicht die Früherkennungsuntersuchungen für Gebärmutterhalskrebs.

Seit 2018 wird die Impfung auch für Jungen im Alter zwischen 9 und 14 bzw. 17 Jahren empfohlen, da statistische Berechnungen zeigen, dass sich durch die HPV-Impfung von Jungen langfristig tausende von Krebserkrankungen zusätzlich vermeiden lassen.6

Kondome können das Risiko einer Ansteckung mit HPV (humane Papillomviren) reduzieren, auch wenn sie keinen vollständigen Schutz bieten. Bestehende Gewebeveränderungen können schneller ausheilen, wenn keine Neuinfektionen mit Krankheitserregern stattfinden.

Quelle 4) Pressemitteilung des Robert Koch-Instituts. Stand: 28.06.2018. 
Quelle 5) RKI, Epid Bull 24/2019.
Quelle 6) RKI, Anlage zum Epid Bull 26/2018.