1. Warum zur Früherkennungsuntersuchung?

Gebärmutterhalskrebs kann wirksam vorgebeugt werden.
Gewebeveränderungen am Gebärmutterhals können durch Früherkennungsuntersuchungen erkannt und entfernt werden. Durch eine regelmäßige Früherkennung sinkt das Risiko deutlich, an Gebärmutterhalskrebs zu erkranken oder zu sterben.1
Frauen zwischen 20 und 34 Jahren können die Untersuchung auf Zellveränderungen (den sogenannten Pap-Test) 1 x jährlich in Anspruch nehmen. Frauen ab 35 wird alle drei Jahre eine Kombinationsuntersuchung (Ko-Test) angeboten. Dies bedeutet, dass ein Abstrich sowohl auf Zellveränderungen (Pap-Test) als auch auf Hochrisiko-Typen des humanen Papillomvirus (hr-HPV) untersucht wird.

2. Was hat HPV mit Gebärmutterhalskrebs zu tun?

Hochrisiko-Typen des humanen Papillomvirus (hr-HPV) gelten als Hauptursache für Gebärmutterhalskrebs. Oft verläuft eine Infektion unbemerkt und in vielen Fällen heilt sie von selbst wieder ab. Nisten sich diese Viren längere Zeit in der Schleimhaut des Gebärmutterhalses ein, können sie dort zu Zellveränderungen und in der Folge zu Gebärmutterhalskrebs führen.1

3. Was geschieht bei der Untersuchung?

Die zytologische Untersuchung auf Zellveränderungen wird Pap-Test genannt. Die Gynäkologin oder der Gynäkologe entnimmt mit einem kleinen Bürstchen Zellen vom Gebärmutterhals (Zervix). Die Probe wird in ein Labor geschickt, wo sie spezialisierte Ärzte oder Ärztinnen begutachten. Sie teilen das Erscheinungsbild der Zellen in festgelegte Befundgruppen ein. Die Einteilung reicht von unauffällig über unterschiedliche Stufen von Zellveränderung bis hin zu Krebsvorstufe und Krebs.
Hat das Labor Zellveränderungen festgestellt, informiert das Labor die Ärztin/den Arzt und diese/r anschließend die Patientin. Auch für den HPV-Test werden die beim Abstrich gewonnenen Zellen verwendet.

4. Was bedeuten die Ergebnisse des Pap-Tests?

Die Befundgruppen des Pap-Tests bestehen aus einer römischen Ziffer von eins (unauffällige Zellen) bis fünf (Krebszellen nachweisbar). Buchstaben hinter den Ziffern definieren Untergruppen und beschreiben die Befunde noch einmal genauer. Bei einem Pap III oder Pap IIID spricht man von einem auffälligen Befund, die Zellen sind im Vergleich zum Normalzustand verändert. Pap III ist ein unklarer Befund, die Veränderungen können verschiedene Ursachen haben. Zur Abklärung sind weitere Untersuchungen erforderlich. Das „D“ bei Pap IIID steht für Dysplasie, bei der Zellveränderungen vorliegen. Je nachdem, wie stark die Zellveränderung ist, wird von Pap IIID1 oder Pap IIID2 gesprochen.

Befundgruppen beim Pap-Test

I       unauffällige und unverdächtige Befunde

II      leichte Zellveränderungen, kein Verdacht auf Krebsvorstufen oder Krebs

III     unklare bzw. zweifelhafte Befunde

IIID  Zellveränderungen liegen vor, dabei handelt es sich nicht um Krebs, möglicherweise aber um Vorstufen

IV    Krebsvorstufen, Krebs im Frühstadium oder Krebs sind möglich

V     Malignome (bösartige Tumoren)

5. Was passiert nach einem auffälligen Befund?

Ein auffälliger Befund ist keine Krebsdiagnose, dennoch besteht das Risiko, dass sich die Zellveränderungen zu einem Karzinom entwickeln. In vielen Fällen bilden sich die Zellveränderungen aber auch von selbst wieder zurück. Deshalb ist bis zur abklärenden Untersuchung eine Wartezeit eingeplant. Wie lange die Wartezeit bis zur abklärenden Untersuchung ist und in welcher Form die Abklärung durchgeführt wird, entscheidet sich nach dem Alter, dem Zellbefund und ob hr-HPV nachgewiesen wurde.

Eine Behandlung ist für die Wartezeit nicht vorgesehen.

6. Wie kann ich die Wartezeit bis zur Abklärung sinnvoll nutzen?

Auch wenn sich Zellveränderungen von selbst wieder zurückbilden können, kann das Warten ohne etwas zu tun eine belastende Situation sein. Oft ist es ein gutes Gefühl, aktiv zu werden und seinen Körper bei der Regeneration zu unterstützen. DeflaGyn® ist eine gute Alternative, um die Spontanremission und Regression während der Wartezeit zu fördern, insbesondere bei: 

 

  • unklaren Zervixabstrichen* oder
  • HPV-induzierten zervikalen Läsionen oder
  • HPV-induzierten zervikalen Läsionen oder
  • p16/Ki-67-positiven zervikalen Läsionen oder
  • zervikalen Erosionen

 

* ASC-US, ASC-H, LSIL, HSIL oder PAP II-p, PAP III-p, PAP IIID1, PAP IIID2 (München III)
oder PAP III, PAP IIID)

7. Was ist DeflaGyn?

DeflaGyn® wirkt direkt am Gebärmutterhals.

Es besteht aus sehr fein verteiltem Siliziumdioxid, das Krankheitserreger bindet und damit ihre Ausbreitung hemmt. Das Vaginalgel enthält außerdem eine patentgeschützte Kombination aus Natriumselenit und Zitronensäure, Deflamin genannt – daher auch der Name „DeflaGyn®“. Deflamin unterstützt den antioxidativen Schutz. So fördert das Vaginalgel in der Wartezeit die Spontanremission und Regression bei unklaren bzw. dysplastischen Zervixabstrichen* sowie bei HPV-induzierten zervikalen Läsionen und Erosionen.**

 

* ASC-US, ASC-H, LSIL, HSIL oder PAP II-p, PAP III-p, PAP IIID1, PAP IIID2 (München III) oder
PAP III, PAP IIID) ** HPV-induzierten zervikalen Läsionen oder p16/Ki-67-positiven zervikalen
Läsionen oder zervikalen Erosionen

8. Gibt es Studiendaten zur Wirksamkeit von DeflaGyn?

Eine klinische Untersuchung hat gezeigt, dass sich drei Monate nach Beendigung der Anwendung von DeflaGyn® bei 81 Prozent der Frauen der Abstrich-Befund verbessert hat, das heißt entweder ergab sich ein unauffälliger Befund oder es zeigte sich eine deutliche Verbesserung der Zellveränderung. Bei mehr als der Hälfte der Frauen, die positiv auf Hochrisiko-Typen des humanen Papillomvirus (hr-HPV) getestet wurden und danach DeflaGyn® anwendeten, wurden nach der Behandlungszeit die Viren nicht mehr nachgewiesen.2 Vor dem Hintergrund, dass eine Infektion mit hr-HPV als Risikofaktor für Gebärmutterhalskrebs gilt, ist das eine sehr gute Nachricht.

9. Was ist bei der Anwendung von DeflaGyn zu beachten?

Das Vaginalgel ist im Allgemeinen gut verträglich und wirksam.2 In seltenen Fällen kann ein Brennen oder Jucken auftreten. Sollten Nebenwirkungen auftreten, darf die Behandlung nur nach Rücksprache mit dem/der behandelnden Arzt/Ärztin fortgesetzt oder abgebrochen werden. Das eingeführte Gel kann nach der Anwendung teilweise ausfließen. Dieses eventuell ausgeflossene Gel kann leicht rötlich aussehen und Ihre Unterwäsche verfärben. Diese Verfärbung ist auswaschbar. Sie können auch während der Anwendung einen Wäscheschutz (z.B. Slipeinlage) verwenden.

10. Wie wird DeflaGyn angewandt und wo gibt es das Vaginalgel?

Das Vaginalgel wird am besten vor dem Schlafengehen über einen der mitgelieferten Mehrweg-Applikatoren in die Scheide eingeführt. Dort wirkt DeflaGyn® über Nacht. Die Anwendung erfolgt über einen Zeitraum von 3x28 Tagen, wobei Frauen ohne Menstruation nach jedem 28-Tage-Intervall eine 3-tägige Anwendungspause einlegen. Während der Periode wird das Vaginalgel nicht appliziert. Frauen, die ihre Menstruation haben, legen deshalb die Pause während ihrer Periode für circa 3 bis 5 Tage ein. Die beiden im Set enthaltenen Mehrweg-Applikatoren können bis zu 28x wiederverwendet werden, sofern sie nach jedem Gebrauch gründlich mit warmem Wasser gereinigt werden. Geschlechtsverkehr ist jederzeit während der Anwendung mit DeflaGyn® möglich. DeflaGyn® wird von der Ärztin oder dem Arzt auf einem Privatrezept verordnet und ist als verschreibungspflichtiges Medizinprodukt ausschließlich in der Apotheke erhältlich.

Nicht-menstruierende Patientinnen
Menstruierende Patientinnen
Quellen

1) Gemeinsamer Bundesausschuss: Gebärmutterhalskrebsfrüherkennung, Angebot der gesetzlichen Krankenversicherung. Versicherteninformation für Frauen ab 35 Jahren.
2) Mueller A., Sailer M., Regidor P. A. Treatment with an intravaginal gel containing siliceous dioxide, selenite, and citric acid to promote regression of ASC-US-, LSIL, ASC-H, HSIL, p16/Ki61 status, and improve clearance of hr-HPV in cervical specimens. IJMDAT 2020; 3: e270, DOI: 10.32113/ijmdat_202010_270